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word. very close in spirit to one of my early posts.

interessanter beitrag zur aktuellen situation der erstarkens der bürgerpartizipation.

diskussionen um das netz basieren fast ausschließlich auf der prämisse des ’technological determinism’. ich sehe hier einen großen fehler: meiner meinung bestimmt letztenendes die gesellschaft, zu welchem zweck technologie benutzt wird. ich sehe immer mehr menschen die unzufrieden damit sind, wie die systeme seit einiger zeit (nicht mehr) funktionieren. auch der rückzug ins private klappt immer weniger. dieser gesellschaftliche zeitgeist ist der grund und auslöser für die entwicklungen in diesem jahr, das ‘internet’ nur der katalysator. ich bin jedenfalls sehr gespannt auf 2012!

das rad der geschichte ist in schwung gekommen. wir sind am ende einer ära.

influence explorer is an eye-opening transparency project that visualizes data from e.g. the project on government oversight. you can type in any company, (U.S.) politician, or prominent individual to find out more about their influence on the political system.

the other products also seem to have potential: inbox influence shows you the political contributions of the people that influence your inbox, and checking influence does the same thing using your bank account (i do have some privacy concerns before using it, will look into that).

anybody want to set this up for germany and europe?

“You’re not a doktor, mr. guttenberg, you just have internet access”

wer bisher keine zeit hatte, sich gunter duecks hervorragenden re:publica vortrag anzusehen oder den dazugehörigen essay zu lesen, sollte es vielleicht einmal mit  teresa maria bückers (oder @fraeulein_tessa) blog post versuchen. dies richtet sich besonders an alle die eine lehrende funktion einnehmen, aber auch an schüler und generell am thema bildung interessierte.

dueck befasst sich mit den gesellschaftlichen auswirkungen der zunehmend digitalisierten welt. zentraler aspekt ist dabei die wissensbildung bzw. erziehung der zukünftigen generation: welche inhalte soll schule vermitteln, auf was für eine welt soll sie vorbereiten, und was bedeutet ‘lernen’ überhaupt?

denn: “was können Sie einem menschen noch sagen, der zwei stunden gesurft hat?” einen ehemaligen chef (jenseits der 50), der sich seines unfassenden fussballdatenwissens rühmte, faszinierte stets dass ich wissenslücken noch im gespräch mit google schliessen konnte ohne den gesprächsfaden zu verlieren. hier prallten zwei welten aufeinander: die eine, in der fakten auswendig gelernt werden um sie jederzeit abrufen zu können, und die andere, in der man stattdessen mutitaskend das netz um fakten bemüht sowie gespräche führt. ‘man muss nur wissen wo man etwas nachschlagen kann’ ist eigentlich schon überholt, denn selbst das kann man googlen.

reines fakten-basiertes wissen wird immer omnipräsener, daher fordert dueck in der bildungsfrage nicht mehr bloße wissenvermittlung zu betreiben, sondern das hauptaugenmerk auf die persönlichkeitsbildung zu richten- also die kultivierung des EQs. wie dies am besten umgesetzt wird, darin sehe ich eine zentrale frage für die zukunft der bildung, denn “das bloße abspulen von wissen ist keine kunst”. wahrscheinlich hatte der- oder diejenige bloß zugang zum internet.