auf zahlreichen kanälen erreicht mich heute immer wieder diese dokumentation “der pakt mit dem panda: was uns der wwf verschweigt” des wdr/swr die anscheined gestern nacht (zur familienfreundlichen zeit um 23:30) auf der ard lief. den gibt’s auch in der mediathek, aber wenn die ard mich das hier nicht einbinden lässt, poste ich eben den youtube link.

leider finde ich heute keine zeit mehr, mir diesen film anzuschauen und mir selbst dazu eine meinung zu bilden. ich werde dies jedoch nachholen und sicher als “[EDIT]” einfügen.

es geht wohl um heftige vorwürfe, wie ein kurzer blick auf die gegendarstellung des wwf zeigt. ich war schon öfters in runden mit größeren wirtschaftslenkern in denen zum thema CSR viel greenwashing (von unfreiwillig bis berechnend) präsentiert wurde, und ich weiß dass der wwf schon immer einer der ngos war, die mir schon öfter mal zu unkritisch blieben. dennoch: dialog mit firmen ist gut, richtig und notwendig. keiner hat meiner meinung nach größere hebel um etwas in der welt zu bewegen, von daher muss man diese fraktion zwingend mitnehmen, wenn wir eine nachhaltigere und gerechtere welt schaffen wollen.

die ersten sekunden des films zeigen übrigens die diesjährige tiger-kampagne, die bei der re:campaign 2011 von einer äußerst charmanten jungen dame vorgestellt wurde. ihres zeichens “social media managerin” beim wwf zeigte sie, die aus dem privaten sektor kommt, in ihrer netten präsentation den anwesenden ngos wie man recht erfolgreiches marketing im ‘new media’ zeitalter macht (was mir gefallen hat, ist das miteinbeziehen von guerilla marketing taktiken in die social media strategie, da liegen wir auf einer wellenlänge). sie charakterisierte den wwf folgendermaßen: “der wwf ist wesentlich weniger konfrontativ als z.b. greenpeace, weil wir sagen am ende ist das zusammen an den tisch setzen und miteinander reden, auf einer arbeitsebene immer noch sich in die augen schauen können, extrem wichtig.”

den dialog zu suchen finde ich ganz richtig – natürlich darf dabei die integrität nicht auf der strecke blieben. auf der anderen seite darf nicht vergessen werden, dass vorwürfe auch noch lange kein abschliessendes urteil darstellen, denn die gibt es gerade auch im NGO bereich immer wieder. ich bin sehr gespannt auf den film. bis dahin noch ein anderes zitat aus dem vortrag, an das ich mich noch sehr gut erinnere: “strategie ist, was man im nachhinein daraus macht.” [EDIT: hm, ich frage mich was man noch daraus machen kann, wenn man den dialog pünktlich zum feierabend um 18 uhr beendet. enttäuschende krisenkommunikation!]

[EDIT: ich habe den film inzwischen flüchtig gesehen, und auch wenn ich mich nicht auf die seite der extremkritiker stellen möchte, steht der WWF natürlich jetzt nicht sonderlich gut dar. vor allem aber fällt die schlechte krisenkommunikation auf: dialog um 18 uhr beenden, faktencheck recht spät (sie wussten doch schon vorher vom veröffentlichungstermin) und ohne ernstzunehmende argumente. sehr lesenswert dazu ist der fakten-faktencheck sowie ein wiki à la guttenplag/vroniplag.

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